Auch die 2. Damen erfolgreich

Mo, 6. Mai 2013
Rubrik: Allgemein

Viel zu tun hatte Mara Nowak am ersten gemeinsamen Spieltag der 1. und 2. Damen die Teams sinnvoll zu bestücken. Letztendlich gelang es ihr perfekt. Die Zweite konnte in Bestbesetzung zum wichtigen Auswärtsspiel gegen den TC an der Schirnau reisen. Allerdings nicht nach Kaltenkirchen, sondern nach Quickborn, da die Plätze in Kaki nicht rechtzeitig in „Wettkampfform“ gekommen waren. Betreuer Sven Jaeppelt gab die Erklärung: „Unsere Plätze liegen so im Schatten, da lag der Schnee noch länger als anderswo!“
Aber auch die Quickborner Anlage war ganz nett – wäre da nicht die Autobahn direkt nebenan gewesen 😉
Im Gegensatz zu den Wahlstedterinnen war Schirnau nicht in der komfortablen Lage, alle Top-Spielerinnen an Bord zu haben. Mit dabei jedoch Tamara Korpatsch, die im Top-Einzel auf Kimberley Körner traf. Den ersten Satz konnte Kimmy zunächst noch ausgeglichen gestalten. Im Laufe des Spiels setzte sich jedoch Tamaras Klasse durch und Kimmy fand nicht den Schlüssel, erfolgreich dagegenzuhalten. Mit 6:3, 6:0 ging die Partie an Tamara. „ Im ersten Satz habe ich kaum Fehler gemacht. Dann wurde ich zu passiv und habe das Spiel für die Gegnerin gespielt“, analysierte Kimmy nach dem Match selbstkritisch. Celine Kirst jedoch „rächte“ ihre Freundin eindrucksvoll. Sie gab Ines May nicht den Hauch einer Chance und holte mit 6:0, 6:0 den Sieg für ihr Team. Auch Martina Malmqvist machte mit ihrer Gegnerin Celine Brocks kurzen Prozess: 6:0, 6:1 hieß es am Ende für Sie. Ihr Trainer Johan Szabo hatte nur eine kurze „Schwächeperiode“ ausgemacht: „Im zweiten Satz ging es beim 3:1 viel über Einstand. Da war sie zu ungeduldig. Doch dann hatte sie die Sache bald wieder sicher im Griff.“ Zu einem interessanten Duell kam es zwischen Christin Potsch, früher viele Jahre im Dienst des TC RW Wahlstedt, und Katharina Brown, Team-Chef und Motivator des „Entwicklungs-Teams“. 6:4 gewann „Brownie“ den 1. Satz, war aber mit sich selbst noch nicht ganz zufrieden: „Ich hab noch nicht richtig mein Spiel gefunden.“ Doch der Findungsprozess verlief im Weiteren eher erfolgreich, denn sie ließ ein 6:2 folgen. Luise Intert beherrschte Christin Diebold spätestens im 2. Satz und holte mit 6:2, 6:0 einen weiteren Punkt. Im Duell der Youngster standen sich Ronja Widell und Linnea Malmqvist gegenüber. Johan hatte zunächst einige Bedenken: „Linnea könnte schwere Beine haben, wir haben zuletzt ziemlich hart trainiert.“ Doch seine Bedenken waren unbegründet: Mit schnellen Beinen behielt Linnea 6:1, 6:2 die Oberhand. Damit hatten die Malmqvist-Sisters ihrem Papa das schönste Geburtstagsgeschenk gemacht. Samir verbrachte jedenfalls den größten Teil seines Jubeltages auf die Quickborner Anlage. Dafür hatte er schon morgens, beim Treffpunkt im Hause Intert, einen vielstimmigen „Happy Birthday-Song“ genießen dürfen…. Naja, laut war´s jedenfalls 😉
In Quickborn stand es jedenfalls schon 5:1 nach den Einzeln. Der erste Sieg war also schon eingefahren. Doch das Team wollte mehr: Alle Doppel sollten noch an uns. „Isi“ und Linnea schafften das am schnellsten: Mit 6:1, 6:3 gewannen sie gegen Brocks/ Widell. Auch Kimmy und Celine (gegen May/ Potsch) sowie Martina und Brownie (gegen Kopatsch/ Diebold) holten den 1. Satz jeweils sicher mit 6:0 bzw. 6:1. Da wurde dann schon geflachst und die Matches augenscheinlich vorzeitig abgehakt. Doch dazu standen auf der anderen Seite zu erfahrene Spielerinnen, die nur auf diese Unkonzentriertheiten gewartet hatten und das in ihren Vorteil ummünzten. Korpatsch/ Diebold kämpften sich bis in die Tie-Break, den dann allerdings Martina und Brownie zu ihren Gunsten entschieden. Spannender machte es das 1. Doppel. Da gewannen May/ Potsch den Tie-Break und verlangten ihren Gegnerinnen auch im Champions-Tie-Break alles ab. Knapp setzten sich Kimmy und Celine mit 10:8 durch.
Damit war der Saisoneinstieg mit 8:1 überaus erfolgreich gelungen. Und Brownie war so verzückt, dass sie frei nach Martin Luther King sinnierte: „I have a dream! ……. In drei bis vier Jahren möchte ich mit diesem Team in die 2. Bundesliga aufsteigen!!“ Tja, Brownie, denn man zu!!! Denn wie sagte ein auch nicht ganz unbekannter Amerikaner unserer Zeit: „Yes, we can!“

Jörn Boller

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