„G“ in Doha

Mi, 27. Dezember 2017
Rubrik: Allgemein

Einmal Viertelfinale und einmal Achtelfinale – das war die Ausbeute von George von Massow (ATP 617), 27-jähriger Profi von Tennis Wahlstedt, bei seinen letzten beiden Future-Turnieren dieses Jahr in Doha (Qatar). Er reiste direkt aus Südafrika an, wo er, zusammen mit weiteren Spielern aus der Wahlstedter Tennis-Werkstatt,  zuvor zwei Turniere bestritten hatte (wir berichteten). Doch in Dotar warteten andere Kaliber als im südafrikanischen Stennenbosch. „Hier war unglaublich gute Konkurrenz am Start. In Südafrika war ich gesetzt, hier bin ich weit aus der Setzung raus, bin grad so ins Hauptfeld gerutscht.“ Trotzdem gewann er sein Auftaktmatch gegen einen Qualifikanten glatt mit 6:0, 6:1. Dann gleich sein Turnier-Highlight gegen Markus Eriksson (ATP 314), die Nummer drei der Setzliste aus Schweden: „ Gegen Markus hatte ich vor drei Wochen in Schweden noch verloren und letzte Woche hat er hier im Finale gespielt.“ Doch mit 4:6, 6:4, 6:3 rang von Massow (Spitzname „G“) den Schweden nieder. Im Viertelfinale jedoch verlor er gegen den Usbeken Jurabek Karimov mit 1:6, 6:1, 1:6. Eine Woche später war nach dem Auftaktsieg gegen den Franzosen Victor Ouvrard gegen dessen Landsmann Antoine Escoffier (ATP 387) mit 6:7, 7:5 Endstation. „Schade, ich hatte zweimal Satzball, ihn aber nicht genutzt“, haderte „G“ ein wenig mit sich selbst, der nach zwei Monaten ununterbrochen auf Tour jedoch auch am Ende seiner Kräfte war. Dennoch zog er ein positives Saison-Fazit: „Jeweils zweimal Challenger-Hauptfelder im Einzel und Doppel, Future-Finale im Einzel und drei Titel im Doppel. Solides Jahr, auf das man aufbauen kann.“ Er rechnet damit, das Jahr etwa an Position 585 zu beenden – die beste Jahresend-Platzierung in seiner Karriere. Doch einen Wehrmutstropfen gab es für ihn in 2017: „Mich frustet es noch immer unfassbar, das wir mit den Wahlstedter Herren im Sommer nicht in die Regionalliga aufgestiegen sind. Das wird nächstes Jahr korrigiert!“

Jörn Boller

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