„Amo“ wechselt zum Club an der Alster

Fr, 23. März 2018
Rubrik: Allgemein

 

Amelie Intert, Tennis-Profi vom TC Rot-Weiss Wahlstedt, verlässt ihren Heimatverein und wird sich ab der in Kürze beginnenden Sommersaison dem Club an der Alster anschließen, der in der 1. Bundesliga aufschlägt.

„Schon immer“ habe sie für Wahlstedt gespielt. „Das war familiärer Gruppenzwang“, erzählt die 21-Jährige lachend. Auch die Zeit, als Wahlstedt selbst in der 1. Bundesliga spielte, gehörte sie als damals 15-jährige zum Kader. Doch die Zeiten haben sich geändert. Wahlstedt verfolgt inzwischen andere Ziele, sieht sich als Ausbildungsverein junger Talente. Aus diesem Grund wurde auch letztes Jahr die Regionalligamannschaft abgemeldet und startet nun, mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren, in der Nordliga. Noch viel jüngere sammeln sich in der Bezirksliga. „Da wächst richtig was heran!“, verrät Dr. Frank Intert, Chef von Tennis Wahlstedt.

Doch Amelie Intert hat die Profi-Karriere eingeschlagen. „Es reizt mich, jetzt erneut  in der ersten Bundesliga zu spielen“, erzählt die Segebergerin. Und da kam das verlockende Angebot von Matthias Kolbe, Trainer beim Club an der Alster, gerade recht. „Wichtig war auch, dass der Verein nicht weit weg ist von Zuhause“, ergänzt Intert. Auch deshalb bot sich Hamburg an. Der Vorzeige-Club aus der Hansestadt belegte 2017 mit 6:6 Punkten den 3. Platz in der 1. Bundesliga, spielte an Position 1 mit der Tschechin Barbora Strycova (WTA 24) und an Nummer 2 mit der deutschen FED-Cup Spielerin Carina Witthöft, dem Urgestein aus Hamburg. Gleich zu Saisonstart am 6. Mai wird sie auf den letztjährigen Zweiten, den TK Blau Weiß Aachen, treffen. Im Laufe der Saison wird es im Punktspiel gegen den Deutschen Meister aus 2017 Eckert Tennis Team Regensburg zu einem Wiedersehen mit ihrer ehemaligen Mannschaftskameradin Julia Görges, die aktuelle Nummer 12 der Welt, geben. Intert betont, dass sie Wahlstedt nicht im Stich lässt: „Ich liebe mein Wahlstedter Team. Doch die sportliche Verlockung erste Bundesliga war einfach zu groß.“

Jörn Boller